Im Dialog: Stadtentwicklung

Im Dialog zum Thema Stadtentwicklung

Im Dialog: Stadtentwicklung

Für die Veranstaltung am 20. Februar 2020 in den Ratsstuben konnten wir im Vorfeld Paul Bickelbacher, Münchner Stadt- und Verkehrsplaner sowie ehrenamtlicher Stadtrat, als Impulsgeber gewinnen.

Passend zum Thema referierte er in einem einführenden Vortrag über verschiedenartige Ansätze und Möglichkeiten innerhalb der Stadtentwicklung. Im Einzelnen:

Eingrenzung des Flächenverbrauchs durch moderates Wachsen in die Höhe, Ausbau und Erhalt der städtischen Grünflächen, kurze Wege durch räumliche Annäherung der Lebensbereiche Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit, soziales Miteinander in den Wohnvierteln, neue Mobilitätskonzepte (z.B. Carsharing in Wohnblocks), bedarfsgerechte Bereitstellung innerstädtischer Begegnungsstätten und gute Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel, breite Radwege angepasst an heutige Bedürfnisse, Sitzgelegenheiten mit alters- und bedarfsgerechter Verfügbarkeit (zu bewältigende Distanzen), Ambiente, das zum Verweilen einlädt (Fassadengestaltung, Begrünung, Wasserspender)

Gemäß dem von mir gewählten Format der Veranstaltung gab es anschließend – neben Essen und Trinken – für alle Anwesenden die Gelegenheit an separaten Tischen die vorgetragenen Ansätze und Möglichkeiten in einzelnen Themenblöcken gegliedert mit Herrn Bickelbacher, mit den anwesenden Stadtratskandidat*innen und natürlich auch mit mir zu erörtern. Gelegenheit auch dafür, einfach nur Wünsche und Bedürfnisse in den Dialog mit einzubringen. Zum Abschluss wurden angesprochene Probleme, Anliegen oder eben auch konkrete Ideen in der großen Runde zusammengeführt:

Mobilität und Verkehr

  • Problem des Stadtbusses während der Bauphase
  • Digitale Mobilität
  • Genossenschaftliche Mobilität
  • Intelligente Verkehrsberuhigung („langsam wird schnell, zu schnell wird langsam“)

Quartiersgestaltung

  • Behindertengerechte Quartiersentwicklung
  • Urbane Stadtentwicklung „Mischgebiet“
  • Vorschlag: Gewerbe in der Startphase fördern oder genossenschaftliches Gewerbe etablieren

Lieblingsplätze und Begegnungstätten

  • Idee einer „Arena“ am KLP, mobile Eisdiele, Boccia-Platz, Schachfiguren
  • Vorplatz der ev. Kirche zum Treffplatz gestalten
  • Über die Stadt verteilt verschiedene Begegnungsstätten

Wohnen und Bauen

  • Forderung von breiteren Fahrradwegen am Lorenzareal
  • Forderung: Grundstücke nicht mehr an Bauträger, sondern städtisch oder Baugenossenschaft
  • Diskussion zu Tiny-Häusern
  • Fassadenbegrünung
  • Förderung von Ausbau von Dachgeschosswohnungen

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das Format und die Veranstaltung als solche von den Teilnehmenden durchwegs gut angenommen wurde. In der Folge wird es darum gehen, die angesprochenen Punkte aufzugreifen, zu konkretisieren, mögliche Umsetzungen zu bewerten und dann auch die Dinge wirklich anzuschieben!

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